Akkreditierung der ersten Naturpark-Botschafter

18. November 2010

Ab Dezember unterstützen spezielle Botschafter den Naturpark Kyffhäuser in der Öffentlichkeit und machen auf seine Ziele aufmerksam. Naturpark-Botschafter sind Menschen, die weit über ihr berufliches Engagement für den Naturpark Kyffhäuser arbeiten und dafür Ihre Zeit, Ihr Wissen und Ihre Erfahrung geben.

Am Dienstag, den 7. Dezember um 11:00 Uhr werden die ersten Naturpark-Botschafter im Infocenter Kyffhäuserdenkmal ausgezeichnet und in ihre zukünftige Aufgabe eingeführt.

Die Naturpark-Botschafter sind eines von über 20 Maßnahmen und Projekten, die im Rahmen des Naturparkplans erarbeitet wurden. Nach der Auszeichnung der Naturpark-Botschafter wollen Ulrike und Jens Lilienbecker die wichtigsten Ergebnisse des Naturparkplans vorstellen.

10-12-07 Einladung Botschafter

Projekte im Detail

2. November 2010

Am 18. und 27. November wurden mit Jörg Nonnen die bisherigen Projekte und Maßnahmen im Detail besprochen. Ergänzungen zu weiteren Projekten gab es auch von Karmen Rosenstock und Claudia Wicht.

Zur besseren Übersicht sind die Projekte in eine Systematik und Reihenfolge nach dem Jahr der Umsetzbarkeit gebracht worden.

Weiteres Thema war die DIN A 6-Broschüre für die Öffentlichkeit. Hier sind die Inhalte und der erste Textentwurf von Lilienbeckers besprochen worden.

Um die Abschlussveranstaltung für die Presse attraktiv zu machen, gibt es die Idee, Anfang Dezember die ersten Naturpark-Botschafter auszuzeichnen.

Planung der Projektphase

2. November 2010

Am 11. August habe ich die Phase der Projekte und Maßnahmen mit Jörg Nonnen in Rottleben besprochen. Für jedes Naturparkplan-Projekt wird es einen detaillierten Projektbogen geben, der Angaben zum Ziel, eine Beschreibung des Projektes und eine Auflistung der Projektbausteine mit Kosten enthält.

Festgelegt wurde auch, dass für die Gliederung eine eigene Karte erstellt werden soll. Um die Öffentlichkeit über die Ergebnisse des Naturparkplans informieren zu können, wird eine DIIN A 6-Broschüre gedruckt und herausgegeben. Außerdem soll es eine Kurzfassung des Naturparkplans im Internet geben.

Die Abschlussveranstaltung wurde auf Anfang Dezember festgelegt.

Gliederung für Naturpark kommt voran

13. August 2010

Die Gliederung des Naturparks kommt voran. Bei der Besprechung mit Jörg Nonnen am 11. August sind weitere Details der Gliederung in die Schwerpunkte Natur und Tourismus überlegt worden.

Entwicklungsschwerpunkt Natur

Dazu zählen die bestehenden Naturschutzgebiete sowie die bestehenden FFH- und Vogelschutzgebiete. In der Gliederungskarte können sie mit einer Schraffur dargestellt werden.

Zukünftiger Entwicklungsschwerpunkt Natur

Das sind zusätzliche Räume, die eine hohe Bedeutung für den Naturschutz haben. Sie werden mit einer Wolke gekennzeichnet.

Entwicklungsschwerpunkt Tourismus

Dazu zählen:

  • Auleben
  • Bad Frankenhausen
  • Barbarossahöhle
  • Bendeleben
  • Jagdschloss / Freizeit- und Erholungspark Possen
  • Klosterruine Göllingen
  • Kyffhäuserdenkmal
  • Panoramamuseum
  • Steinrinne Bilzingsleben

Im unmittelbaren Umfeld des Naturparks gelegen:

  • Erlebnisbergwerk Sondershausen
  • Königspfalz Tilleda
  • Schloss Heringen
  • Sondershausen / Residenzschloss
  • Wasserschloss Heldrungen

Die Entwicklungsschwerpunkte Tourismus werden als Punkte dargestellt.

Entwicklungsschwerpunkt Naturtourismus

Hierunter fallen wichtige Wanderwege wie der Kyffhäuserweg, der Barbarossaweg, der Wezel-Wanderweg, der Hainleite-Wanderweg und der Wege deutscher Kaiser und Könige des Mittelalters im Harz sowie die Radwege Unstrut-Radweg, Kyffhäuser-Radweg und die zukünftigen Radwege rund um den Stausee Kelbra und den Verbindungsradweg zwischen Unstrut- und Werra-Radweg. Sie werden als Linien dargestellt.

Zukünftiger Entwicklungsschwerpunkt Naturtourismus

Dieses Gliederungselement soll als Wolke dargestellt werden. Bislang sollen damit ein Bereich in der Windleite und ein Bereich beim Wipperdurchbruch gekennzeichnet werden.


Erste Ideen für Projekte

5. Mai 2010

Für den Naturparkplan gibt es bereits eine ganze Menge Vorschläge: Diese werden in den nächsten Monaten von Lilienbeckers präzisiert und auf ihre Umsetzbarkeit überprüft. Für jedes Projekt, das im Naturparkplan aufgenommen wird, gibt es ein ausführliches Maßnahmenblatt, das genaue Angaben zu den Kosten und den einzelnen Umsetzungsschritten enthält.

Noch ist aber genug Zeit, weitere Vorschläge einzubringen. Wenn Sie also eine Idee, einen Hinweis oder Vorschlag haben, zögern Sie bitte nicht und nehmen Sie mit uns Kontakt auf.

Bereich Natur und Landschaft

  • räumliche Gliederung des Naturparkgebietes in die Schwerpunktbereiche Natur und Tourismus zur Stabilisierung der Lebens- und Existenzgrundlagen von Mensch und Natur
  • Spender für die Unterstützung von Naturschutzprojekten gewinnen
  • Entlastung der Bundesstraße 85 im Bereich des Kyffhäusergebirges
  • Maßnahmen zum Klimaschutz bzw. Energieeinsparung durchführen (wird noch präzisiert)
  • eine Energiegenossenschaft gründen, um gemeinschaftlich Projekte im Bereich der erneuerbaren Energien umzusetzen Projekte zur Rettung der Wildkatze fortsetzen

Bereich Tourismus

  • neue touristische Naturpark-Angebote entwickeln
  • das vorhandene Wegenetz konzentrieren bzw. klassifizieren, um eine kontinuierliche Pflege der Wander-, Rad- und Reitwege zukünftig gewährleisten zu können
  • einen Radweg als Verbindung zwischen dem Unstrut- und dem Werra-Radweg herstellen
  • einen Radweg rund um den Helme-Stausee einrichten
  • den landwirtschaftlichen Weg zwischen Bendeleben – Rottleben instandsetzen
  • den Teil des Kyffhäuserradweges zwischen Rottleben – Bad Frankenhausen bauen
  • die Forst-Einrichtungsplanung im Internet veröffentlichen, mit exakter Angabe, wann welche Waldwege von Fällung, Aufbereitung und Rückung der Baumstämme betroffen sind. Zusätzlich eine Umleitung oder einen Alternativwanderweg vor Ort einrichten
  • den zertifizierten Wanderweg Kyffhäuserweg bekannter machen
  • ein Treffen der touristischen Anbieter organisieren, um die Angebote der anderen kennen zu lernen und sich gegenseitig gut empfehlen zu können
  • einen Ortsrundgang für Auleben einrichten, damit die Besucher auf eigene Faust die Sehenswürdigkeiten des Ortes entdecken können
  • weitere Nordic-Walking-Strecken im Naturparkgebiet einrichten
  • einen Barfußweg in Hamma einrichten
  • laufende Verbesserungen des Kyffhäuserdenkmal-Areals vornehmen

Bereich Kommunikation und Bildung

  • den Menschen in der Region Informationen geben, was der Naturpark Kyffhäuser ist und welche Aufgaben er hat
  • „Botschafter“ für den Naturpark finden
  • Festlegung einer Leitart, die gleichzeitig als Sympathieträger für den Naturpark fungiert
  • das Freiwilligen-Projekt ausbauen, mit dem Erwachsene an die Ziele des Naturschutzes herangeführt werden
  • Infotafeln beim Bahnhof Heldrungen als Eingangstor für den Naturpark aufstellen (in Zusammenarbeit mit dem GeoPark)
  • Ausschilderung und Informationstafel Tilleda aufstellen (in Zusammenarbeit mit GeoPark)
  • braune Unterrichtungstafeln auf der A 38 und A 71 aufstellen und Autobahn-Rastplätze mit Informationstafeln ausstatten (in Zu- sammenarbeit mit GeoPark)
  • Eingangsschilder für den Naturpark aufstellen

Bereich Nachhaltige Regionalentwicklung

  • ein Projekt mit Hilfe der Landfrauen initiieren, bei dem Produkte aus den eigenen Hausgärten entwickelt und vermarktet werden ( z.B. Fruchtaufstriche, Sirups etc.)
  • das Obst der angepflanzten Kirsch- und Apfelbäume vermarkten unter Beachtung der besonderen und seltenen Obstsorten
  • Projekt zur Nutzung des regionalen Holzes (wird noch präzisiert)
  • Unterstützung der Buslinie 501 bzw. Einrichtung eines Rufbusses
  • einen Schulbauernhof im Bereich Görsbach / Windehausen einrichten

Bestandsaufnahme und Analyse

5. Mai 2010

Bei der Bestandsaufnahme haben Lilienbeckers die aktuelle Situation des Naturparks Kyffhäuser analysiert und vorhandene Studien, Konzepte und Unterlagen ausgewertet, die für den Naturpark Kyffhäuser relevant sind.

Die Ergebnisse sind in die SWOT-Analyse eingeflossen, die vor kurzem vorgelegt wurde. SWOT ist die englische Abkürzung für Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken.

Hier möchten wir Sie über die wichtigsten Ergebnisse in Kurzform informieren:

Stärke: Herausragende Bedeutung für den Arten- und Biotopschutz

Der Bereich des Helme-Stausees ist ein internationales Vogelschutzgebiet. An den Gipskarsthängen des Kyffhäusergebirges bei Bad Frankenhausen befindet sich das artenreichste Gebiet Thüringens: Über 20 seltene und gefährdete Tier- und Pflanzenarten leben hier, für deren globalen Erhalt Thüringen eine be- sondere Verantwortung trägt.

Stärke: Erhalt und Entwicklung der einmaligen Kulturlandschaft

Die Beweidung durch Schafe, Ziegen und Rinder sichert im Naturpark den Erhalt der wertvollen Lebensräume. Zusätzliche Pflegearbeiten in Form von Entbuschungen wurden über Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen, Landschaftspflege-Firmen sowie über das Naturschutzgroßprojekt „Kyffhäuser“ und die LIFE-Projekte „Binnensalzstellen“ und „Steppenrasen“ realisiert.

Stärke: Vorbildliche Umweltbildung

Mit Projekten zur Umsetzung der UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ und dem „Junior-Ranger-Programm“ begeistern die Mitarbeiter der Naturparkverwaltung Kinder und Jugendliche für die Natur. Darüber hinaus werden geführte Wanderungen, Vogelbeobachtungen, Erlebnistage, Exkursionen und Vorträge angeboten. Erwachsene werden über das „Freiwilligenprojekt“ an die Anliegen des Naturschutzes herangeführt.

Schwäche: Informationsbedarf bei den Bürgern

Die Menschen in der Region brauchen noch mehr Informationen darüber, was der Naturpark Kyffhäuser ist und welche Aufgaben er hat. Um die Menschen zu erreichen, muss ein geeignetes Kommunikationsmittel (Brief, Faltblatt, Vortrag oder Zeitung?) entwickelt werden.

Schwäche: Potential des Naturtourismus noch nicht ausgeschöpft

Der Natururlaub gehört zu den beliebtesten Urlaubsformen der Deutschen. Davon könnten die touristischen Anbieter im Gebiet mehr profitieren. Dazu sollte der Naturpark als Ziel für Touristen stärker in Wert gesetzt werden.

Chancen: Neue Lust auf Natur

Immer mehr Menschen sehnen sich nach intakter Natur und Natürlichkeit: Weltweit verzeichnen die Naturparks steigende Besucherzahlen. Zuwachs gibt es auch beim Wan- dern, wie zum Beispiel auf dem zertifizierten Kyffhäuserweg. Außerdem liegen Naturprodukte und Gerichte aus der Region voll im Trend.

Risiko: Weiterer Rückgang der Bevölkerung zu erwarten

Nach Vorausberechnungen des Statistischen Landesamtes wird die Bevölkerung in der Region bis zum Jahr 2020 weiter abnehmen. Ändern wird sich auch die Bevölkerungsstruktur: Es wird weniger junge und viel mehr alte Menschen geben. Dadurch wird das Angebot an öffentlichen Dienstleistungen in den Orten weiter zurück gehen und der Bedarf an öffentlichen Einrichtungen und Angeboten wird sich verändern.

Risiko: Klimawandel hat Auswirkungen

Die Klimaforscher halten es für wahrscheinlich, dass es im Gebiet bis zum Jahr 2050 höhere Temperaturen (+1,5 Grad Celsius) geben wird. Mehr Sonne und weniger Regen im Sommer und Herbst, dafür mehr Niederschlag im Winter seien zu erwarten. Das wird Auswirkungen auf die Pflanzen- und Tierarten so- wie die Forst- und Landwirtschaft haben.

Natur- UND / ODER GeoPark? Die zukünftige touristische Vermarktung der Kyffhäuserregion

23. April 2010

Am 9. März 2010 diskutierten Mitglieder des GeoParks und des Tourismusverbandes Kyffhäuser, darunter Landrat Peter Hengstermann, die Bürgermeister von Artern und Bad Frankenhausen und der Vorsitzende der Verwaltungsgemeinschaft „Goldene Aue“ in Sachsen-Anhalt, mit Vertretern des Naturparks über die touristische Vermarktung der Region.

Es war eine Veranstaltung im Rahmen des Naturparkplans Kyffhäuser, der vom Büro Lilienbecker erarbeitet wird.

Touristische Vermarktung der Region

Wichtigstes Ergebnis der Zusammenkunft war, dass eine wirkungsvolle Kommunikation nach außen am besten über die übergeordnete MarkeKyffhäuser“ erfolgen soll.

Um den Gast eine gute Orientierung zu geben, dürfen einzelne Angebote der Region die Kyffhäuser-Marke auf ihren Informationsmaterialien einsetzen. Auch Angebote im Landkreis Sömmerda, wie zum Beispiel aus Bilzingsleben, oder Angebote in Sachsen-Anhalt, wie zum Beispiel aus Kelbra, dürfen dies. Wünschenswert ist auch die Verwendung der Marken „Naturpark Kyffhäuser“ und „Nationaler GeoPark Kyffhäuser“. Allerdings müssen bei der Verwendung der Naturpark-Marke die Gestaltungsregeln beachtet werden, die durch EUROPARC Deutschland festgelegt sind.

Thema Natur

Weitere Marketingchancen liegen für die Region in der Orientierung an dem Thema „Natur“, das zur Zeit in den Medien und in der Werbung stark gefragt ist. Das Thema Natur umfasst Aspekte wie Natur, Umwelt, Klimaschutz, Nachhaltigkeit, Draußensein, Landschaft, Erholung, Freizeit, Genuss, Gesundheit, Naturprodukte, natürlich, Slow Food, Sehnsucht nach moderner Idylle sowie Zur-Ruhe-kommen.

Unterschiede zwischen Naturpark und GeoPark

Bevor die Markenstrategie besprochen wurde, hat Jens Lilienbecker die Unterschiede zwischen dem Natur- und dem GeoPark Kyffhäuser herausgestellt. Denn es gibt zwar räumliche Überschneidungen beider Gebiete, der GeoPark ist aber mehr als doppelt so groß als der Naturpark.

Unterschiedlich ist auch der Status: Der GeoPark ist ein Qualitätssiegel, der von der GeoUnion vergeben wird. Der Naturpark ist ein Schutzgebiet nach dem Thüringer und dem Bundesnaturschutzgesetz. Beide Gebiete haben auch unterschiedliche Aufgaben und Strukturen. Träger des Naturparks ist das Land Thüringen und es gibt für das Management eine staatliche Verwaltung. Der GeoPark hingegen wird von einem Verein mit einem Fachbeirat getragen. Geplant ist die Einrichtung eines GeoPark-Managers.

Steigende Nachfrage nach Holz aus der Region

17. März 2010

Am 2. März hatte ich auch Gelegenheit mit Uli Klüßendorf zu sprechen. Er ist der Leiter des Forstamtes Oldisleben. Bei dem Gespräch war Jörg Nonnen mit dabei.

Spannend war zu erfahren, wie stark die Nachfrage nach Holz in den letzten Jahren gestiegen ist. Nach Einschätzung von Uli Klüßendorf hat sich der Brennholzabsatz verzehnfacht. Rund 5.000 Festmeter werden pro Jahr in der Region verkauft. Das Brennholz wird dafür komplett auf Polter gelegt, wo sich die privaten Brennholzwerber das Holz selber schneiden können.

Thema waren auch die Konflikte, die auftreten können, wenn im Bereich von Wanderwegen die Holzernte durchgeführt wird. Durch den Einsatz von schwerer Technik können Wege verschmutzt oder sogar zerstört werden, so dass die Wege für Wanderer unpassierbar werden. Abhilfe kann hier nur eine gute Abstimmung und Information zwischen Forstamt und Naturpark bzw. Tourismusverband Kyffhäuser schaffen. Uli Klüßendorf schlug vor, die Forsteinrichtungsplanung im Internet zu veröffentlichen: Mit exakter Angabe, wann welche Waldwege von der Fällung, Aufbereitung und Rückung der Baumstämme betroffen sind. Zusätzlich könnten Umleitungen oder Alternativwege vor Ort eingerichtet werden.

Uli Klüßendorf informiert auch über die Forst- und Waldstruktur im Naturparkgebiet.

Neben dem Forstamt Oldisleben berührt der Naturpark auch Teile der Forstämter Sondershausen und Bleicherode-Südharz. Das Forstamt Oldisleben betreut jedoch den größten Teil der Naturparkfläche. Der meiste Wald befindet sich im Kyffhäusergebirge und in der Hainleite. Etwa 80 Prozent der Wälder im Naturpark sind Laubholz. Vorherrschend ist die Rotbuche und es gibt recht viel Eichenbäume. Seltene Baumarten wie Elsbeere, Vogelmiere, Speierling und Wildobstarten sind zu finden.

Zu 90 % gehören die Waldflächen im Naturpark dem Freistaat Thüringen. Bedeutung hat der Kommunalwald z.B. für Sondershausen, Bad Frankenhausen, Rottleben und Kelbra. Die Eigentumsverteilung resultiert aus der Forstgeschichte, denn der heutige Staatswald war Hochwald und Jagdgebiet der Fürsten zu Schwarzburg-Sondershausen und Schwarzburg- Rudolstadt. Davon zeugen die Jagdschlösser „Possen“ und „Rathsfeld“. Im Gegensatz dazu handelt es sich bei dem Kommunal- und Privatwald um alten Niederwald, der für Brennholz genutzt wurde. Diese lichte Waldstruktur ist Lebensraum für viele seltene Tier- und Pflanzenarten.

Kyffhäuserdenkmal: Gemarkung Steinthaleben

17. März 2010

Bernd Nawrodt findet gut, dass es den Naturpark gibt. In Steinthaleben wissen die Bürger, was es mit dem Naturpark auf sich hat, ist der Bürgermeister überzeugt. Das liegt auch an der direkten Beziehung zum Kyffhäuser, die Steinthaleben hat. Der Kulpenberg, das Kyffhäuserdekmal und die Gaststätten rund um das Denkmal liegen auf dem Gemeindegebiet. Schon zu DDR-Zeiten haben Bürger aus der Gemeinde dort oben gearbeitet. Ich konnte mit dem Bürgermeister am 2. März in der Verwaltungsgemeinschaft Kyffhäuser in Bendeleben sprechen.

Zu den Stärken der Gemeinde zählt Bernd Nawrodt die Infrastruktur: Im Ort gibt es zwei Landfleischereien, eine Tischlerei, einen Dachdecker, einen Kindergarten, eine Gaststätte und eine Eisdiele. Der Dorfladen soll saniert und als Dienstleistungshaus erweitert werden, wo zukünftig Frisör, Finanzen und touristische Dienstleistungen untergebracht werden. Im Rahmen der Dorferneuerung soll auch der Dorfplatz gestaltet werden.

Außerdem benötigt Steinthaleben eine etwa 800 Meter lange Umgehungsstraße, führt der Bürgermeister weiter aus. Damit erhofft sich die Gemeinde Entlastung durch den Verkehr auf der Straße nach Kelbra. Denn durch die Baustelle bei Badra wurde der Verkehr von Sondershausen nach Kelbra über Steinthaleben geführt.

Bernd Nawrodt hat auch Ideen für zukünftige Projekte. So könnte die Formation am Steinbruch Gästen im Rahmen z.B. des GeoParks gezeigt werden. Der ehemalige Steinbruch ist mittlerweile gesichert. Die Steine des Kyffhäuserdenkmals stammen aus diesem Steinbruch. Wünschenswert sei auch der weitere Ausbau des ländlichen Weges über den Kippenberg. Bislang endet der Ausbau bei der Hälfte des Weges.


Am Rande oder Tor zum Naturpark?

17. März 2010

Mit dem Bürgermeister von Oldisleben sprach ich am 2. März. Joachim Pötzschke hob die landwirtschaftliche Prägung des Ortes hervor. Mehrere Agrarbetriebe sind tätig, unter anderem im Bereich der Schweinehaltung. Ein kleinerer Landwirt plant die Einrichtung eines neuen Schlachtraumes. Früher wurden in Oldisleben Gurken und anderes Gemüse angebaut. Leider kann die ehemalige Zuckerfabrik nicht von Touristen besucht werden, sie ist ein technisches Museum für Fachleute. Außer dem Unstrutradweg und dem Kanufahren auf der Unstrut sieht er keine weitere touristische Chancen für den Ort.

In Bezug auf den Naturpark schätzt Joachim Pötzschke ein, dass sich Olisleben eher am Rande der Region befindet. Vielleicht könnte die Gemeinde eine Funktion als Tor zum Naturpark erhalten, da über den Nachbarort und Verwaltungssitz Heldrungen die Autobahnzufahrt verläuft und die Zuganbindung besteht. Auch die Jugendherberge in der Wasserburg Heldrungen könnte einbezogen werden. Interessant wäre in diesem Zusammenhang auch der Ortsteil Sachsenburg, wo sich Bundesstraßen kreuzen und die Unstrutbrücke steht. Doch leider macht dieser Ortsteil keinen freundlichen Eindruck, der zum Verweilen oder Anhalten einlädt.

Am Herzen liegt ihm der Erhalt der Regelschule in Oldisleben. Dafür müsse das Freibad funktionstüchtig bleiben, unterstreicht Joachim Pötzschke. Beim Freibad stehe aber eine Sanierung des Schwimmbeckens an.


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